Schulen dürfen mit den Folgen sozialer Medien nicht länger allein gelassen werden

Hannover. „Cybermobbing, Gewaltvideos und permanente Erreichbarkeit belasten immer mehr Schülerinnen und Schüler. Gleichzeitig berichten Lehrkräfte von sinkender Konzentrationsfähigkeit und zunehmenden psychischen Belastungen. Wer die Realität an unseren Schulen ernst nimmt, muss Medienkompetenz stärken und klare Strukturen schaffen. Schulen dürfen mit den Folgen sozialer Medien nicht länger allein gelassen werden“, erklärt der jugendpolitische Sprecher der CDU-Fraktion Lukas Reinken.

Reinken verweist auf zahlreiche Gespräche mit Schulen sowie auf die Beratungen im Kultusausschuss: „Lehrkräfte und Schulleitungen berichten übereinstimmend, dass Cybermobbing, digitale Gewalt und problematische Inhalte aus sozialen Netzwerken längst den Schulalltag prägen. Auch Schülerinnen und Schüler selbst benennen die Auswirkungen auf ihre mentale Gesundheit zunehmend als Problem. Deshalb brauchen wir ein verbindliches Medienkompetenzcurriculum, klare Mediennutzungskonzepte und wirksame Unterstützungsangebote für Schulen.“

„Medienbildung darf kein Randthema sein. Wir wollen, dass angehende Lehrkräfte bereits im Studium und Referendariat auf die Herausforderungen digitaler Medien vorbereitet werden. Gleichzeitig brauchen Schulen mehr Unterstützung bei Prävention und Beratung. Auch die Elternarbeit muss gestärkt werden, denn erfolgreiche Medienerziehung gelingt nur gemeinsam mit den Familien“, so Reinken.

Kritik übt Reinken an der bisherigen Haltung der Landesregierung: „Während viele Schulen um Orientierung und Unterstützung bitten, bleibt die Landesregierung zu oft bei unverbindlichen Empfehlungen stehen. Die Herausforderungen durch soziale Medien verschwinden nicht von allein. Niedersachsen braucht endlich eine konsequente Strategie für Medienbildung, Prävention und digitale Verantwortung. Unser Ziel ist klar: Wir wollen Schülerinnen und Schüler befähigen, digitale Medien kompetent zu nutzen, Risiken frühzeitig zu erkennen und sich sicher im digitalen Raum zu bewegen.“

veröffentlicht am 24.06.2026