Eltern brauchen einen Kinderarzttermin – keine guten Versorgungsquoten auf dem Papier

Hannover. „Eltern interessieren sich nicht für Versorgungsquoten auf dem Papier. Sie wollen einen Kinderarzttermin für ihr Kind, wenn er gebraucht wird“, erklärt die familienpolitische Sprecherin Sophie Ramdor. „Die Realität in Niedersachsen sind überfüllte Wartezimmer, lange Wartezeiten und Praxen, die an ihre Belastungsgrenzen stoßen. Die Landesregierung darf nicht länger zusehen, wie die kinderärztliche Versorgung insbesondere im ländlichen Raum immer schwieriger wird.“

Obwohl die Zahl der Kinderärztinnen und Kinderärzte in Niedersachsen zuletzt leicht gestiegen ist, wächst der Druck auf die Praxen weiter. Mehr Behandlungsfälle, zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen, Impfprogramme und ein deutlicher Anstieg psychischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen führen zu einer zunehmenden Belastung. Gleichzeitig verhindert die bestehende Bedarfsplanung vielerorts neue Niederlassungen, obwohl der tatsächliche Versorgungsbedarf vor Ort längst höher ist.

„Wir brauchen mehr Nachwuchs in der Kinder- und Jugendmedizin und bessere Rahmenbedingungen für Niederlassungen, insbesondere im ländlichen Raum“, so Ramdor. Die CDU-Fraktion fordert deshalb eine regionale Kinderarztquote mit Stipendienprogramm, zusätzliche Weiterbildungsstellen und gezielte Fördermaßnahmen für unterversorgte Regionen. „Eine verlässliche kinderärztliche Versorgung darf nicht vom Wohnort abhängen. Kinder und Jugendliche müssen überall in Niedersachsen schnell die medizinische Unterstützung erhalten, die sie benötigen“, betont Ramdor abschließend.

veröffentlicht am 02.06.2026