Masterplan Wasser und NWG-Novelle: Widersprüche bei Dürre, Nutzung und Vorsorge

Zum heute (erneut) vorgestellten „Masterplan Wasser“ können Sie den wasserpolitischen Sprecher der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Dr. Frank Schmädeke wie folgt zitieren:

„Die Landesregierung zieht heute einen ein Jahr alten Masterplan aus der Schublade, ohne Neues auf den Tisch zu legen. Das ist offensichtlich ein Versuch, genau fünf Jahre nach der Ahrtal-Katastrophe ausnahmsweise mal eine für die Landesregierung positive Überschrift zu produzieren.

Besonders paradox ist in diesem Zusammenhang die Novelle des Niedersächsischen Wassergesetzes (NWG): Einerseits malt die Landesregierung das Bild drohender Dürre und Wasserknappheit, andererseits dreht sie mit der NWG-Novelle, etwa durch Einschränkungen für Wasserentnahmen und zusätzliche Gebühren, den Hahn für eine verlässliche Wassernutzung Stück für Stück weiter zu. Wer vor Wassermangel warnt und gleichzeitig neue Hürden aufbaut, ohne im Sinne eines intelligenten Wassermanagements Maßnahmen zum Rückhalt von Wasser aus den regenreichen Wintermonaten zu forcieren, um den Verbrauch im Sommer sicherzustellen, sendet ein widersprüchliches Signal.

Auch im Hinblick auf die zunehmenden Hitzeperioden muss die Landesregierung endlich aktiver werden. Insbesondere vulnerable Gruppen sind mit Entsiegelungs- und Begrünungsmaßnahmen allein nicht ausreichend geschützt – erforderlich sind auch technische Lösungen wie Klimaanlagen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.“

veröffentlicht am 15.07.2026