Kultusministerin sorgt für Chaos und Enttäuschung
Hannover. „Die BFS dual ist nicht an den Schulen gescheitert – sie scheitert am bildungspolitischen Chaos dieser Ministerin.“ Mit diesen Worten kritisiert der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Christian Fühner, das Vorgehen von Kultusministerin Julia Willie Hamburg bei der Zukunft der BFS dual.
Die Reform sei ursprünglich mit dem Ziel gestartet, mehr Praxisnähe, Orientierung und eine Stärkung der dualen Ausbildung zu erreichen. „Die Idee war richtig. Doch die Ministerin hat das Projekt über Jahre laufen lassen und reagiert jetzt plötzlich mit einer Vollbremsung – mitten im laufenden Verfahren.“
Auslöser der Verunsicherung ist ein Schreiben des Kultusministeriums vom 16. Februar an die berufsbildenden Schulen. Darin werden grundlegende Änderungen angekündigt, obwohl vielerorts Anmeldeverfahren und Beratungen bereits laufen. „Wichtige Fragen zu Abschlüssen, Übergängen und Beratung bleiben offen. Die Schulen werden mit der Situation allein gelassen“, so Fühner.
Besonders kritisch bewertet er den Umgang mit den berufsbildenden Schulen. Lehrkräfte hätten in den vergangenen Jahren mit großem Engagement Konzepte entwickelt, Unterricht angepasst und Kooperationen mit Betrieben aufgebaut. „Tausende Stunden Arbeit von Lehrkräften werden damit faktisch entwertet.“
Die CDU-Fraktion fordert nun eine klare Begründung der Kursänderung sowie rechtssichere Übergangsregelungen für die Schulen. „Die Leidtragenden dieses Durcheinanders sind am Ende Lehrkräfte, Betriebe und vor allem die Schülerinnen und Schüler. Die Ministerin muss endlich Verantwortung für dieses Chaos übernehmen.“
