Schulen wirksam entlasten – mehr Zeit für Unterricht statt Verwaltung

Hannover. „Lehrkräfte und Schulleitungen verbringen inzwischen zu viel Zeit mit Verwaltungsaufgaben, die nichts mit gutem Unterricht zu tun haben“, erklärt Sophie Ramdor, Mitglied im Kultusausschuss. „Wer Abrechnungen, IT-Probleme und Organisation stemmen muss, hat weniger Zeit für das, wofür er ausgebildet wurde: für Unterricht und pädagogische Arbeit.“

Nach Einschätzung Ramdors leidet darunter auch die Unterrichtsversorgung: „Jede Stunde, die für Verwaltung verloren geht, fehlt den Schülerinnen und Schülern. Deshalb brauchen Schulen dauerhaftes Unterstützungspersonal statt immer neuer befristeter Projekte.“ Verlässliche Strukturen seien entscheidend: „Schulen brauchen planbare und unbefristete Stellen, damit Entlastung wirklich wirkt.“

Verwaltungsassistenzen könnten dabei eine zentrale Rolle spielen: „Wenn organisatorische Aufgaben und IT-Betreuung von qualifiziertem Personal übernommen werden, gewinnen Lehrkräfte Zeit und Ruhe für den Unterricht. Das entlastet nicht nur Schulleitungen, sondern ganze Kollegien.“ Ramdor ergänzt: „Weniger Bürokratie und mehr Unterstützung im Schulalltag sind ein Schlüssel für bessere Unterrichtsversorgung.“

„Es gibt inzwischen zwar einen Erlassentwurf zu Verwaltungsassistenzen – daran sieht man, dass der Druck aus der Opposition wirkt. Aber ein Entwurf allein entlastet noch keine Schule. Entscheidend ist, dass daraus endlich verlässliche Strukturen vor Ort entstehen. Niedersachsen hat kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem“, so Ramdor abschließend.

veröffentlicht am 29.01.2026