Nordsee-Gipfel – der Bund liefert, jetzt ist Niedersachsen am Zug

Hannover. „Der Nordsee-Gipfel setzt ein wichtiges Signal für eine stärkere europäische Energiepartnerschaft – insbesondere beim grenzüberschreitenden Ausbau von Offshore-Windenergie, Netzinfrastruktur und Wasserstoff. Gerade in geopolitisch unsicheren Zeiten ist eine verlässliche und möglichst unabhängige Energieversorgung von zentraler Bedeutung“, erklärt der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Sebastian Lechner.

Als Küsten- und Industrieland komme Niedersachsen dabei eine Schlüsselrolle zu. „Damit wir unsere Potenziale voll ausschöpfen können, brauchen wir leistungsfähige Seehäfen, einen vorausschauenden Netzausbau sowie schnelle und verlässliche Genehmigungsverfahren. Speicher- und Wasserstoffinfrastrukturen müssen von Anfang an mitgedacht werden. Zudem sollte die ideologisch geprägte Ablehnung von CO₂-Speicherung und industrieller Nutzung durch die Grünen endlich überwunden werden“, so Lechner. Auch landesspezifische Genehmigungsverfahren und Artenschutzvorgaben müssten auf den Prüfstand und dort, wo möglich, verschlankt werden.

Positiv sei, dass die CDU-geführte Bundesregierung zentrale Forderungen der Branche aufgreife, etwa bei der Weiterentwicklung des Ausschreibungsdesigns, um Finanzierungskosten zu senken und Projektrealisierungen wahrscheinlicher zu machen. „Der Nordsee-Gipfel darf kein Symboltermin bleiben. Er muss der Startschuss für die konsequente Umsetzung von Offshore-Wind und Wasserstoff in Niedersachsen sein. Der Bund liefert wichtige Impulse – jetzt ist die Landesregierung mit ihrem grünen Energieminister gefordert“, so Lechner abschließend.

veröffentlicht am 26.01.2026