Pressemeldung vom 11.11.2022

Fühner: Jetzt geht es um die Rettung der Sprach-Kitas – Landesregierung darf nicht abwarten

Hannover. „‘Sprache ist der Schlüssel zur Welt‘ ist nicht nur der Name des erfolgreichen Bundesprogramms zur Förderung von Sprach-Kitas, es ist eine unwidersprochene Tatsache. Sprache ist die Basis für eine gute Entwicklung unserer Kinder. Bei Kindern mit sprachlichem Unterstützungsbedarf legen die Fachkräfte in unseren Sprach-Kitas das Fundament für schulischen und beruflichen Erfolg und tragen bereits von Beginn an zur Partizipation und Integration bei“, so Christian Fühner, bildungspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion.

Das Sprachkita-Programm verbinde drei wichtige Schwerpunkte der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung mit einer inklusiven Pädagogik und mit der Elternarbeit und Zusammenarbeit in den Familien. Daher sei das Programm so wichtig.

„Das ausgerechnet das von den Grünen geführte Bundesfamilienministerium das Programm auslaufen lassen will und keine klare Linie hat, ist besonders irritierend. Erst sollte das Programm Ende des Jahres auslaufen, jetzt im nächsten Sommer. Dieses Hin und Her vergrößert die Unsicherheit bei den Eltern noch mehr“, so Fühner. Eltern, Kinder und Fachkräfte, aber auch die kommunalen und freien Träger der betroffenen Kindertageseinrichtungen, stünden vor einer ungewissen Zukunft.

„Wir fordern, dass das Bundesprogramm dauerhaft fortgesetzt wird und Kultusministerin Julia Willie Hamburg das mit ihrer Berliner Parteifreundin zügig klärt. Dazu muss das Programm aus der Projektfinanzierung in die Dauerförderung kommen“, so der Bildungsexperte weiter.

Sollte der schlimme Fall eintreten, dass das Programm nicht verlängert werde, müsse die Sprachförderung in den niedersächsischen Kindertagesstätten dennoch weiterhin gewährleistet und eine Anschlussfinanzierung aus Landesmitteln sichergestellt werden.

„Da sind Kultus- und Finanzministerium gleichermaßen gefordert. Den betroffenen Fachkräften in den Kitas muss schnell eine klare Berufsperspektive aufgezeigt und eine Weiterbeschäftigung schon jetzt in Aussicht gestellt werden“, so Fühner.